Die beliebtesten Gewürze in der Deutschen Küche

Gewürze gibt es wirklich in den verschiedensten Geschmacksrichtungen und in jedem Land kennt man eine Reihe von Gewürzen, die besonders gerne verwendet werden. Was ist eigentlich in Deutschland am Beliebtesten? Eines ist klar, die Deutschen mögen es deftig: Schweinshaxn, Sauerbraten und Rinderrouladen – und diese sollen natürlich entsprechend gewürzt werden. Welche Gewürze sieht man hierzulande am häufigsten im Gewürzregal stehen? Wir haben die beliebtesten Gewürze der deutschen Küche zusammengestellt.

Diese Gewürze gehören zu den Klassikern in Deutschland

Petersilie

Der Klassiker ist natürlich die Petersilie. Sie passt in fast alle Gerichte und wird sehr gerne verwendet. Petersilie gibt es mit krausen oder glatten Blättern. Wobei inzwischen mehr die letztere verwendet wird. Mit Petersilie erhalten Gerichte schnell einen kräftigen Geschmack. Um das Beste aus der Petersilie herauszuholen sollte man diese erst zum Schluß hinzugeben. Zu lange gekochte Petersilienblätter verlieren an Geschmack.

Liebstöckel

Das sogenannte „Maggi-Kraut“ hat einen sehr intensiven Geschmack und gibt Gerichten schnell die richtige Würze. Liebstöckel passt hervorragend in viele Suppen und Eintöpfe. Traditionell nutzt man Liebstöckel für Linsen- und Bohnengerichte oder deftige Schmorgerichte. Da Liebstöckel schnell den Geschmack eines Gerichts dominiert sollte man ihn nur gezielt einsetzen.

Lorbeer

Die festen Lorbeerblätter kennt man nicht nur aus der Siegerehrung bei Wettbewerben, die getrockneten Blätter geben auch dem klassischen Sauerkraut Geschmack und verfeinern Braten und Soßen. Die Lorbeerblätter werden meist nur mitgekocht und vor dem Servieren entfernt.

Majoran

Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum ist Majoran schon längst auch fest in der deutschen Küche zuhause. Wußten Sie, dass bei sehr vielen deutschen Wurstspezialitäten Majoran eines der wichtigsten Gewürze ist? Aber auch Bratkartoffeln und viele weitere Gerichte schmecken den Deutschen am Besten mit Majoran.

Rosmarin

Auch Rosmarin ist aus Südeuropa zu uns gekommen und hat sich fest in der deutschen Küche etabliert. Man verwendet ihn für Schweinefleisch und Geflügel. Auch Kartoffeln schmecken hervorragend mit Rosmarin.
In der Regel legt man die Rosmarinzweige einfach oben auf. Der intensive Geschmack geht dann auf die anderen Zutaten über.

Estragon

Dieses Gewürz haben verschiedene französische Gerichte mit nach Deutschland gebracht. Estragon passt sehr gut zu Fisch, Eiern und verschiedenem Gemüse. Besonders für Spargel ist Estragon zudem beliebt. Er schmeckt etwas pfeffrig und leicht bitter.

Dill

Das typische Salatgewürz lässt sich auch für Kräuterquark verwenden oder um Fisch zu verfeinern. Es gibt zudem auch Soßen mit Dill. Auch Knödel mit Dill schmecken hervorragend.

Paprikapulver

Dieses wird aus getrockneten und gemahlenen Paprikas hergestellt und ist als edelsüße Variante besonders beliebt. Paprika gehört bei vielen Gerichten zur Grundwürze, zusammen mit Pfeffer und Salz. Fleischgerichte kann man mit Paprika ebenso würzen wie Salate, Krauterquark und Käse.

Kümmel

Den beliebten Kümmel verwenden wir in Deutschland beim Brotbacken, im Sauerkraut und vielen Kohlgerichten. Auch Kartoffeln schmecken mit Kümmel. Tatsache ist, dass Kümmel nicht nur für einen leckeren Geschmack sorgt, Gerichte werden damit auch bekömmlicher.

Typische Süßspeisengewürze

Nelken

Die stark duftenden Gewürznelken muss man nur vorsichtig verwenden, da sie schnell auch zu intensiv schmecken. Gewürznelken haben Verwendung in der Weihnachtsbäckerei und natürlich in verschiedenen Desserts. Es gibt auch ein paar deftige Gerichte für die Gewürznelken verwendet werden.

Zimt

In anderen Ländern kommt Zimt auch in Hauptgerichte, in Deutschland kennt man ihn aber nur für Süßspeisen. Von den klassischen Zimtsternen zu Weihnachten bis hin zum Zimtzucker auf dem Milchreis ist Zimt ein sehr wichtiges Gewürz für alle Leckermäuler.

Was ist eigentlich Chai Tee?

Der Chai Tee oder Masala Chai Tee kommt aus Indien und ist eine Teemischung. Diese wird aus Schwarzem Tee hergestellt. Der Begriff Chai bedeutet eigentlich einfach nur Tee, weshalb man in Indien einfach von Masala Chai spricht. Der Begriff Masala ist zudem ein Begriff in Hindu und bedeutet einfach „Mischung“. Erst seit dem 19. Jahrhundert ist diese Bezeichnung bei uns bekannt. Damals wurde der Teeanbau, der zuvor in der Hand der Kolonialherren lag, von Indern übernommen.

Der erste Tee, der über den Seeweg nach Europa kam, wurde aber nicht aus Indien sondern vom Süden Chinas importiert. Daher setzte sich hierzulande der Begriff Tee durch, der sich vom kantonesischen „té“ bzw. „tu“ ableitet. Im östlichen Europa dagegen kam der Tee nicht über Handelschiffe sondern über den Landweg aus Indien, weshalb hier häufiger Bezeichnungen genutzt werden, die auf den Begriff Chai zurückzuführen sind. In anbedracht dieser Fakten kann man also sagen, dass der Begriff „Chai Tee“ beide unrsprünglichen Bezeichnungen wieder zusammenführt.

In Indien wurde Schwarzer Tee nicht pur getrunken. Man verfeinerte ihn mit Kardamom, Zimt, Pfeffer, Gewürznelken oder Ingwer. Oft rührte man den Tee, der ursprünglich mit Milch aufgekocht wurde, mit einer Zimtstange um.

Der Ursprung der Teekultur

Shen Nong entdeckt den Tee Die Teekultur geht sehr weit in der Geschichte zurück. Bis 3000 v. Chr. kann man das Trinken von Tee zurückverfolgen. Der Geschichte nach soll der Herrscher Shen Nung unterwegs Rast gemacht haben. Als der Diener heißes Wasser bereitete, fielen Blätter von einem Strauch in das Wasser und verfärbten es dunkel. Als Shen Nung das Wasser probierte, empfand er den Geschmack als erfrischend und angenehm. Der Tee war entdeckt und verbreitete sich nach und nach auf der ganzen Welt. Bei den Maharajas in Indien gab es schon zuvor ein aus Milch und Gewürzen hergestelltes Getränk. In der herrschaftlichen Küche hatten die Diener dann die Idee, dieses Getränk mit den Teeblättern zu verfeinern. So entstand das uns heute als Chai Tee bekannte Getränk.

Chai Tee kann man heute in vielen verschiedenen Variationen kaufen. Zudem gibt es verschiedene Methoden, wie man den Tee zubereitet. Die typisch indische Zubereitung mit Milch ist dabei immernoch eine der beliebtesten. Das Aroma, das der Chai Tee bietet, wird von vielen sehr geschätzt und dieses Getränk wird immer beliebter. Heute wird Chai Tee nicht nur als Mischung im Laden angeboten, es gibt auch immer mehr Lokale die Chai Tee anbieten oder sich sogar ganz darauf spezialisiert haben. Einige Teehäuser bieten Chai Tee in den verschiedensten Variationen an und sorgen für eine begeisternde Vielfalt.

Wer Chai Tee noch nicht probiert hat und gerne mehr erfahren möchte, kann im Internet viele weitere Informationen finden, eine Teehändler besuchen oder sich direkt in ein Teehaus begeben und einen Chai Tee mit Milch bestellen. Auch wer sonst ganz auf den täglichen Kaffee fixiert ist findet hier vielleicht eine neue Vorliebe und trinkt schon bald lieber einen Chai Tee?